Schul-Mails direkt in den Kalender weiterleiten
Mail von Schule oder Trainer an deine private FamilyBoard-Adresse weiterleiten — KI liest Zeit, Ort und Mitzubringendes heraus. Du bestätigst im Posteingang.

Es ist 14:32 Uhr an einem Dienstag. Du sitzt im Auto auf dem Supermarkt-Parkplatz. Das Handy vibriert — eine Mail vom Fußballtrainer: Das Spiel am Samstag wird auf Sonntag um 10 Uhr verlegt, Sportplatz am Stadtpark. Du liest sie schnell, denkst „darum kümmere ich mich zu Hause", vergisst es — und am Freitagabend wunderst du dich, warum niemand in Richtung Sportplatz aufbricht.
Das ist keine Nachlässigkeit. Es ist die Reibung zwischen dem Posteingang und dem Kalender. Ein menschliches Gehirn sollte einen Termin nicht drei Tage lang im Kurzzeitgedächtnis mitschleppen müssen.
In FamilyBoard v2.4 haben wir eine Lösung gebaut, die zwei Tipps statt acht braucht. Du leitest die Mail an deine private FamilyBoard-Adresse weiter (kalender-xxx@inbox.familyboard.io). Die KI liest Zeit, Ort, Teilnehmer und eventuell mitzubringende Dinge heraus und schlägt einen Termin im Posteingang vor. Beim nächsten Öffnen der App siehst du den Vorschlag — du prüfst das richtige Kind, kontrollierst die Uhrzeit und tippst auf Bestätigen. Fertig.
Was sich geändert hat
Früher gab es in FamilyBoard drei Wege, Termine einzutragen: Sprache, Foto und Text. Alle drei erfordern, dass du in der App bist. Dabei kommt ein Großteil der Termininformationen einer Familie per Mail — von der Schule, dem Verein, dem Kindergarten, dem Trainer. Von einer Mail zu einem Kalendertermin zu gelangen bedeutete sechs bis acht Schritte: Mail lesen, App öffnen, richtiges Kind suchen, Titel eingeben, Uhrzeit eingeben, Ort eingeben, Erinnerungen setzen, speichern.
In v2.4 gibt es einen vierten Weg: weiterleiten. Jede Familie hat eine private Alias-Adresse. Die Mail, die du dorthin schickst:
- Wird von einem Cloudflare-Email-Routing-Worker entgegengenommen, der den Absender prüft.
- Geht an eine Supabase Edge Function, die die Mail speichert und die KI-Extraktion anstößt.
- Die KI liest Zeit, Ort, Teilnehmer und mitzubringende Dinge heraus und speichert den Vorschlag als „KI-Extraktion".
- Eine Meldung erscheint auf deinem Gerät — „1 neuer Vorschlag im Posteingang".
- Du prüfst in der App, verknüpfst das richtige Kind falls nötig und bestätigst.
So funktioniert es
1. Adresse holen. FamilyBoard öffnen → Einstellungen → Posteingang-Mail. Auf „Meine Adresse erstellen" tippen. Du bekommst eine private Alias-Adresse wie kalender-x7tg2k@inbox.familyboard.io. Die Adresse ist zufällig generiert — niemand kann sie erraten.
2. Adresse im Adressbuch speichern. Oder einfach einen Kontakt „FamilyBoard Posteingang" anlegen, damit du die Adresse beim nächsten Mal nicht kopieren musst.
3. Eine Mail weiterleiten. Ganz klassisch. Du kannst am Anfang einen Kommentar einfügen, wenn du möchtest — zum Beispiel „das betrifft Jonas" oder „Datum auf Sonntag ändern". Die KI liest deinen Kommentar mit.
4. Fünf bis fünfzehn Sekunden warten. Der Vorschlag erscheint im Posteingang der App oder als Push-Meldung, wenn du diese aktiviert hast.
5. Prüfen und bestätigen. In der Vorschlagsansicht siehst du Zeit, Ort, den KI-Tipp für Teilnehmer und eventuelle „Mitzubringen"-Dinge. Falls etwas nicht stimmt — einfach ändern. Dann auf „Termin erstellen" tippen. Erledigt.
Wann es besonders nützlich ist
Mails von Schule, Verein und Trainer haben eine gemeinsame Eigenschaft: Sie sind für Menschen geschrieben, nicht für Maschinen. Zeiten stehen darin wie „Donnerstag, den 17., um 18:30 Uhr, Treffpunkt 15 Minuten früher" — nicht als .ics-Datei. Orte wie „beim Haupteingang der Sporthalle" — nicht als GPS-Koordinate. Genau deshalb funktioniert Googles klassische Funktion „Aus Gmail hinzufügen" so schlecht: Sie wurde für Meeting-Einladungen aus dem Büro entwickelt, nicht für die elterliche Alltagsrealität.
Die KI soll hier lesen wie ein Mensch. Sie erkennt, dass „Donnerstag, der 17." den 17. Mai bedeutet, weil wir uns im Mai 2026 befinden, dass „Treffpunkt 15 Minuten früher" eine Vorbereitungserinnerung bedeutet, und dass die Absenderadresse trainer.jan@fc-stadtpark.de zum Verein gehört, bei dem dein Kind bereits angemeldet ist.
Drei konkrete Szenarien:
Schul-Mail mit verschobenen Zeiten. „Der Elternabend wird auf Donnerstag 18:30 verlegt" — weitergeleitet, die KI findet die Uhrzeit sofort und fügt Lena als Teilnehmerin hinzu, weil der Absender ihre Klassenlehrerin ist. Du musst nichts anpassen.
Trainer-Mail mit neuem Ort. „Das Training heute ist am Sportplatz am Stadtpark, nicht wie gewohnt in der Halle" — die KI erkennt den Ort über Google Places, füllt Adresse und Parkplatz ein. Wenn du ins Auto steigst, tippst du auf das Karten-Icon und Google Maps öffnet sich.
Trainer-Mail über mitzubringende Dinge. „Bitte Schwimmbrille und Badekappe nicht vergessen am Freitag" — die KI extrahiert nicht nur die Zeit, sondern auch „Schwimmbrille, Badekappe" als Mitzubringen-Liste zum Termin. Am Vorabend um 20 Uhr gibt es eine Meldung: „Morgen Schwimmtraining — denk an Schwimmbrille und Badekappe."
Vergleich mit Google Calendar und iCloud
Google Calendar hat schon lange „Aus Gmail hinzufügen" — automatische Auswertung formeller Meeting-Einladungen. Funktioniert gut für einen Kalender-Einladungslink aus dem Büro. Funktioniert nicht für 90 % der Eltern-Mails, die schlicht und einfach unstrukturierter Text sind.
iCloud Calendar hat Siri-Extraktion, die Ereignisse in Mails erkennt — aber du musst jeden Vorschlag auf dem iPhone manuell annehmen, und es funktioniert überhaupt nicht, wenn die Mail in der Gmail-App liegt.
FamilyBoards Posteingang-Adresse arbeitet anders: Es braucht keine Verbindung zu deinem Mail-Anbieter (du schickst die Mail dorthin, nicht umgekehrt). Es funktioniert genauso gut mit Outlook, Gmail, Apple Mail oder einer Firmen-Mail. Und die KI ist kein bloßer Kalender-Parser — sie verknüpft den Termin mit dem richtigen Kind in deiner Familie und zieht Mitzubringen-Punkte heraus.
So legst du los
Die Adresse ist aktiv, sobald du sie erstellt hast. Leite testhalber eine Mail weiter, die du in der letzten Woche von der Schule erhalten hast — das ist ein sicherer Weg, die Funktion auszuprobieren, bevor du ihr bei wirklich wichtigen Terminen vertraust. Falls die KI etwas falsch einschätzt, lässt sich das in der Vorschlagsansicht ganz einfach korrigieren, bevor du bestätigst.
Wir haben das Muster, Schul-Mails weiterzuleiten, in Schul-Mails direkt an den Kalender weitergeben ausführlicher beschrieben — dort erklären wir auch, was im Hintergrund passiert und wie die KI lernt, das richtige Kind zu erkennen. Du kannst auch das vollständige v2.4-Update lesen oder alle Funktionen auf der Startseite sehen.
Was es nicht kann
Die Posteingang-Adresse ist nicht:
- Ein Backup für deine richtige Mail-Adresse. Mails werden nach 30 Tagen gelöscht und sind nicht durchsuchbar wie ein Mail-Client.
- Ein automatischer Sammler. Du musst aktiv weiterleiten. Wir lesen nicht in deinem Postfach und suchen nicht nach „Kalendereinträgen" — das würde erfordern, dass wir Zugriff auf dein gesamtes Postfach bekommen, was wir nicht wollen.
- Ein automatischer Genehmiger. Der Vorschlag landet immer zuerst im Posteingang zur Prüfung. Wir erstellen nie einen Termin, ohne dass du ihn gesehen und bestätigt hast — denn eine KI-Vermutung ist manchmal falsch, und ein Termin am falschen Datum ist schlimmer als gar kein Termin.
Häufige Fragen
Sind die Mails privat? Ja. Mails werden verschlüsselt 30 Tage lang gespeichert und danach automatisch gelöscht. Wir nutzen sie ausschließlich zur Terminextraktion. Keine Werbung, kein Drittanbieter, keine Trainingsdaten für externe KI-Modelle. Die Adresse ist zufällig generiert, sodass Außenstehende sie nicht erraten können.
Kann ich mehrere Adressen haben? Nein, eine pro Familie. Du kannst die Adresse aber rotieren, wenn du befürchtest, dass sie weitergegeben wurde — Mails an die alte Adresse werden dann an den Absender zurückgeschickt.
Was passiert, wenn die KI etwas falsch einschätzt? Der Vorschlag landet immer im Posteingang zur Prüfung, bevor er zu einem Termin wird. Du änderst Zeit, Ort oder Teilnehmer, bevor du bestätigst. Die KI lernt nicht aus deinen Korrekturen (aus Datenschutzgründen) — deshalb bleibt der Prüfschritt immer erhalten. Unserer Erfahrung nach werden Zeit und Ort meist korrekt erkannt; was am häufigsten angepasst werden muss, ist das zugeordnete Kind.
Funktioniert es mit Anhängen? Anhänge (PDF, Bilder) werden nicht gespeichert. Die KI liest nur den Text im Mailkörper und der Betreffzeile. Wenn wichtige Informationen in einer angehängten PDF stehen — einfach den relevanten Text in den Mailkörper kopieren, bevor du weiterleitest.
Zählt das gegen das KI-Kontingent? Ja, jede Extraktion zählt gegen dein Monatskontingent. Im kostenlosen Tarif sind es 5 Extraktionen pro Monat. Premium hat unbegrenzt.